Wasserstoff-Infrastruktur


In den letzten Jahren haben Initiativen wie die Clean Energy Partnership die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff-Stationen und -Fahrzeugen unter Beweis gestellt. Nun bringen erste Automobilkonzerne Brennstoffzellen-Fahrzeuge in Serie auf den Markt, andere planen dies für die nächsten Jahre. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche kommerzielle Einführung von Wasserstoff als Kraftstoff gilt allerdings eine Basisinfrastruktur von Wasserstoff-Tankstellen.

 

COHRS, Connecting Hydrogen Refuelling Stations, umfasst den Bau von insgesamt 20 Wasserstoff-Stationen in Österreich und Deutschland. Ziel ist die Erschließung wichtiger europäische Korridore für die Wasserstoff-Mobilität. Darüber hinaus sammelt das Projekt Erkenntnisse über die Kundenakzeptanz, vergleicht Business Modelle und untersucht technische Lösungen für den weiteren europäischen Wasserstoff-Infrastrukturausbau.

 


Partner

In Deutschland koordiniert, plant, baut und betreibt das Joint-Venture H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG Wasserstoff-Tankstellen. Im Rahmen von COHRS baut die H2 MOBILITY 17 Wasserstoff-Stationen entlang der wichtigsten trans-europäischen Korridore in Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nord-Rhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern.

 

 

In Österreich betreibt OMV bereits Wasserstoff-Tankstellen in Wien und Innsbruck. Im Rahmen von COHRS plant die OMV nun die Errichtung drei weiterer Wasserstoff-Tankstellen im Raum Linz, Wien und Graz. Alle Stationen werden an wichtigen europäischen Verbindungsachsen liegen und die Anbindung Österreichs an ein europaweites Wasserstoff-Tankstellennetz ermöglichen.

Der Europäische Förderrahmen

COHRS wird im Rahmen des trans-European Transport Network durch die Connecting Europe Facility  (CEF) gefördert. Die Transeuropäischen Netze, kurz TEN, umschreiben Beiträge der EU mit dem Ziel, den europäischen Binnenmarkt zu entwickeln und eine Vereinheitlichung zu erzielen. Neben dem Bereich Verkehr mit Straßen, Häfen, Eisenbahnstrecken, Binnenstraßen und Flughäfen bezieht sich das Engagement auch auf Energie, Telekommunikation und Satellitennavigation (Galileo).

 

Im Verkehrsbereich TEN-T werden neun Korridore mit einer Gesamtlänge von über 15.000 km bis 2030 ausgebaut - sechs davon führen durch Deutschland und Österreich.